Das höchste Glück auf Erde – Pferde

Pferde erscheinen, trotz Vielfalt der Leidenschaften, meine allergrößte Schwäche zu sein.

Man kann mich unbestritten als Pferdemensch oder sogar Pferdeverrückte bezeichnen.

Im Laufe des Lebens erschienen bei mir Zeitspannen, in denen ich keine Zeit mit Pferden verbrachte – diese Zeit hielt ich jedoch für nüchtern und sinnlos. Ich könnte mir ein Leben ohne Pferde nicht vorstellen – das wäre so, als ob ein Regenbogen ohne Farben existierte.

Pferde haben mich eigentlich schon immer begleitet und fasziniert. Als ich erwachsen und selbstständig war (im Alter von 23 Jahr als ich mit meinem ersten Kind schwanger war) konnte ich mir mein erstes eigenes Pferd leisten, und zwar eine Fuchsstute, die in ihrem Pedigree stark mit Blut geprägt war. Diese edle und willensstarke Stute hat mir eine ganz neue Blickperspektive eröffnet, indem sie meine Weltanschauung völlig geändert hatte; das ist jedoch ein verwickeltes Thema, das in einer separaten Geschichte beschrieben werden könnte…

Pferde sind meiner bescheidenen Meinung die sanftmütigsten und freundlichsten Geschöpfe auf der Erde. In den Pferden steckt viel Zärtlichkeit und Kraft miteinander verbunden. Die besondere Verbundenheit zwischen Pferd und Mensch basiert lediglich auf Vertrauen und Harmonie, die sich im Prinzip nicht erklären lassen. Pferde haben, meines Erachtens, eine bedeutende therapeutische Wirkung auf die Menschen und die menschliche Seele, wofür ich ein richtiges Beispiel bin. Die Anwesenheit von diesen magischen Lebewesen in meiner Nähe macht mich überglücklich und befreit mich von jeglicher Traurigkeit. Um mit Pferden reden zu können, braucht man, meiner Meinung nach, eine ganz besondere Sprache, und es handelt sich nicht alleine nur um die Körpersprache, sondern um eine Art der unerklärbaren Verständigung – manche nennen dies Transzendenz.

Die mit Pferden verbrachte Zeit bedeutet für mich etwas Außergewöhnliches und Wertvolles, was mir ermöglicht die schönsten und intensivsten Augenblicke meiner Existenz zu erleben. Ich kann stundenlang die auf der Weide grasenden Pferde beobachten und ich finde diese Beschäftigung auf keinen Fall langweilig. Obwohl ich seinerzeit häufig geritten bin, kann ich seit einiger Zeit ohne Reiten auskommen, solange ich die Gelegenheit habe, in Begleitung von Pferden Zeit zu verbringen. Der Umgang mit Pferden spielt für mich eine wichtigere Rolle als das Reiten selbst.

Es unterliegt keiner Zweifel, dass Pferde an der Spitze meiner mentalen Bedürfnisse stehen, und die ganze Pferdewelt ein geräumiges Spektrum zum Recherchieren und Überlegen verschiedenster Fragen verschafft.

Das gemeinsame Dasein (der Begriff Dasein wird oft in der Philosophie synonym zur Existenz gebraucht) mit Pferden ermöglicht mir, reine Freiheit und natürliche Poesie zu spüren – diesen Zustand könnte man am besten mit Worten von Friedrich Schiller schildern:

 

Das magische Lebensgefühl als beständiger Zustand,
Das wäre ein Lebensziel.
Sich unentwegt vom Leben verzaubert zu empfinden,
Welch ein Seiltanz.
Welch ein faszinierendes Spiel um Glück und Schönheit.
Ein wahrer Zeitvertreib mit Aussicht
Auf Ewigkeit“.

 

Wenn ich unter den Pferden bin, empfinde ich riesige Freude, so als ob alles Böse der Welt plötzlich verschwunden gewesen wäre. Die Pferde öffnen mir eine völlig andere Tür, die in eine Welt der märchenhaften Magie führt. In dieser geheimnisvollen Welt, in der ich mich nicht mehr einsam und innerlich zerrissen fühle, bin ich völlig versunken…

Schlussfolgernd steht es fest, dass Pferdewelt wesentlich mein ganzes Leben beeinflusst, und vermutlich bleibt es so für die Ewigkeit.

Alle im Text erscheinenden Bilder stammen aus meinem privaten Bildarchiv :).

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2 Comments

  • Beata Popielarz

    I’m impressed, I’m particularly interested in photos from the “Pferde-Events”

    May 23, 2019 at 11:28 am Reply
  • Anna

    Eine wunderschöne Geshichte mit Liebe zu Pferden im Hintergrund <3

    May 24, 2019 at 9:47 pm Reply
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